kaffkoenig - das grosse kotzen

Kaffkönig

DAS GROSSE KOTZEN

Geboren aus dem Schmelztiegel ländlicher Chuzpe und gutbürgerlicher Systemwut ist der Kaffkönig die geballte Faust des kleines Mannes, die hässliche Fratze von Otto Normal.

Mit ihren wütenden Gassenhauern zelebrieren Der Eine und Der Andere den Exorzismus der Engstirnigkeit und sprechen aus, was schon viel zu lange zwischen Eichenholztheke und Cafe Latte dahinsiecht: die Erkenntnis, dass aus Schmerz auch Schönheit entstehen kann.

Kaffkönig, wollen Punk sein, vermengen aber Indie und ein wenig Post-Hardcore in ihrem krähwinkligen Kosmos, der einen sofort verschlingt, zerkaut und geradewegs wieder auskotzt: Songs wie Gaffer & Beton oder Narbenfresse packen ihre Hörer bei den Eiern und zelebrieren an ihm eine klanggewaltigen Griff – dahin wo es weh tut. Und das ist eine universelle Wahrheit, das grosse Auskotzen verpackt in die brachiale Soundwelt einer Band, die gerade erst beginnt. Laut und mahnend sind viele Bands in Deutschland. Doch nur wenige schlagen mehr Brücken zwischen Schmerz und Verlust, Aufbäumen und Hoffnung, Härte und Gefühl sichtbarer, spürbarer und einfühlsamer als Kaffkönig.

Gezeugt wurde das Duo um den Einen an Gitarre und Mikrofon und den Anderen am Schlagzeug im lauwarmen Schmelztiegel ländlicher Chuzpe und gutbürgerlicher Systemwut, die man in der Luft ihrer beschaulichen Heimat fast schon schmecken kann. Genau von dort kommen sie nämlich. Dort, wo es bedeutet kämpfen zu müssen, wenn man anders sein möchte. Wo das «wahre Ich» oftmals zwischen Eichenholz-Theke, Nachbarschaftsdramen und pünktlichem Einschalten zum sonntäglichen Tatort fast schon leblos dahinsiecht.

Du siehst also: Kaffkönig kennen das und dich und zeigen diesem Gefühl mit Indie’esken Punk-Hymnen und tief schürfenden, jedoch nie floskelhaften, Texten die geballte Faust. Lediglich bewaffnet mit einer sägenden Gitarre, einnehmenden Schlagzeug-Motiven und einer Stimme, die Stimme für Gleichfühlende sein möchte.

 

Das komplette Album im Stream

 

Video zum Titeltrack «Das grosse Kotzen»