Weihnachtsessen
Bildquelle: unsplash.com

Weihnachten allein zu Hause?

Bald ist Weihnachten – das Fest der Liebe und Familienzeit. Aus der Küche riecht es nach Omas Weihnachtsgericht, der Onkel muss ein Lied singen, weil er das Brot im Käsefondue verloren hat, oder die ganze Familie liegt im Wohnzimmer verteilt,  weil sie voll gefressen ist. Alles Situationen, die jeder von einer Weihnachtsfeier kennt. Dieses Jahr könnte dies aber für viele Familien schwierig werden. Das Bundesamt für Gesundheit BAG verbietet Veranstaltungen mit mehr als 10 Personen.

Dieses Verbot ist seit dem 29. Oktober in Kraft und soll die Bevölkerung vor weiteren Ansteckungen mit dem Corona-Virus schützen. Aber wie soll Weihnachten gefeiert werden, wenn die Familie aus mehr als 10 Personen besteht? Die wenigsten wissen, dass die Polizei bei stichhaltigen Hinweisen eine Weihnachtsfeier prüfen können. «Das gehört zu der Aufgabe der Polizei», sagt Dionys Widmer, Stv. Leiter Kommunikation der Stadtpolizei St.Gallen. «Wie auch bei der Maskenpflicht würden wir das Gespräch mit den Betroffenen suchen und sie auf die Regeln aufmerksam machen.» Wir haben also in unserer Redaktion nachgefragt, wie die Pläne ihrer Familien aussehen, damit sie nicht zusätzlichen Besuch der Polizei bekommen.

Absagen über Absagen

Bei unserer Moderatorin Sandra Kuster wird normalerweise Weihnachten mit der gesamten Familie gefeiert. Dieses Jahr wird aus dieser Feier aber nichts, das Verbot vom BAG wie auch die Sicherheit aller stehe im Vordergrund. Deswegen hat sich die Familie von Sandra entschieden, nur im engsten Familienkreis zu feiern. Auch beim ehemaligen Toxianer Jonas Mielsch sieht es ähnlich aus. Bei der Weihnachtsfeier in seiner Familie waren in den letzten Jahren immer etwa 20 Personen. Dieses Jahr wird aber auch nur im kleinen Rahmen gefeiert. Aber nicht nur das Verbot des BAG ist dafür verantwortlich. Die Grossmutter von Jonas wohnt im Altersheim und darf dieses wegen Corona nicht verlassen. Für die Familie von Jonas war klar – ohne Oma keine Feier.

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt

Bei unserer Redaktorin Désirée Gächter ist noch nicht ganz geklärt,  wie die Weihnachtsfeier stattfinden wird. Denn auch bei ihrer Familie sind sonst mehr als 10 Personen anwesend, um die gemeinsame Zeit zu geniessen. Was aber sicher ist, ist das die ganze Familie zusammen feiern will. So zum Beispiel an einer Grillstelle an der frischen Luft und mit viel Abstand. Oder doch lieber auf den nächsten Sommer verschieben? «Wenn alle Pläne nicht aufgehen, wird die Feier via Facetime ausgetragen», meint Désirée schmunzelnd.

Nicht alle zusammen

Gefeiert wir in der Casa Trivigno dieses Jahr auch ein wenig anders als in den letzten Jahren. Moderatorin Selina Trivigno und ihre Familie feiert zusammen, aber gestaffelt, damit nicht zu viele Personen auf einmal zusammen sind.

Und einen Vorteil hat es, wenn es nicht ganz so turbulent zu geht. Man hat die Ruhe, sich auf das Wesentliche zu besinnen, nämlich gesund zu sein – besonders in Zeiten wie diesen.

Sandro Widrig, 18.11.2020