hamster wc papier
Bildquelle: pixabay/toxic.fm Das Jahr 2020 ist das Jahr der Hamsterkäufe

Was wird als nächstes gehamstert?

Im Jahr 2020 wird gehamstert wie blöd. Angefangen hat es mit dem WC-Papier, dann kamen die Hygieneartikel dazu. Nun wird um das pflanzliche Heilmittel Echinaforce gekämpft. Was kommt als nächstes?

Als Bundesrat Alain Berset den Lockdown ausgerufen hat, drehten viele Menschen durch. Die Einkaufsläden wurden gestürmt und fast jeder Vier-Personen-Haushalt hamsterte so viel Toilettenpapier, wie man normalerweise in einem mittelgrossen Unternehmen für einen Monat braucht. Das Labor in Spiez gibt bekannt, dass das pflanzliche Arzneimittel Echinaforce helfe, eine Corona Erkrankung zu verhindern. Was kommt als nächstes? Hier ein paar Artikel, die bei einer zweiten Welle schnell ausverkauft sein könnten.

Aromat

Das national Gewürz gibt es in fast jedem Schweizer Haushalt. Man sagt, ein Paar Schweizer nehmen das Aromat sogar mit in die Ferien. Was wenn Knorr nun seine Mitarbeiter in Kurzarbeit schickt und es bricht eine weltweite Aromat Knappheit aus? Umsteigen auf Salz und Pfeffer? Oder die Rösti pur essen? Schwer vorstellbar. Also das Aromat jetzt schon rationieren. So kann man der Knappheit entgehen.

Bildquelle: Tagblatt, Manuela Jans

Ricola

Wer hat’s erfunden? Ricola ist ebenfalls ein absolutes Schweizer Original. Da nun wieder der Winter naht, sehnt sich auch der Hals nach den Kräuterbonbons. Fast jeder Schweizer schwört bei einem trockenen Hals auf die Bonbons von Ricola. Sie helfen nicht nur bei Halsschmerzen, sondern können auch bei einer Verabredung der Retter sein, falls der Mundgeruch sich doch noch bemerkbar macht. Deshalb auch bei den Kräuterpastillen rationieren, man weiss nie wenn es der letzte Bonbon war.

Mund-Nasen- Schutz 

Was bei Mundgeruch auch helfen könnte, wäre eine Gesichtsmaske. Der Bundesrat sagt zwar, es gebe genug Masken. Doch ein paar davon sind verschimmelt und nicht mehr brauchbar. Wenn dann noch die Maskenpflicht im öffentlichen Raum kommt, dann könnten die Masken doch knapp werden. Darum auch hier genug früh vorsorgen.

Bildquelle: Tagblatt

Nastücher

Was das Toilettenpapier im März war, könnten im Herbst die Nastücher sein. Wenn es kälter wird, dann triefen die Nasen wieder. Die Tröpfchen-Infektion lässt grüssen. Deshalb immer schön die Nase putzen und die Tücher rationieren. Nur weil man die Gesichtsmasken mehrmals benutzen kann, heisst das nicht, dass man das auch beim Nastuch machen kann.

Heizstrahler

Gut, vielleicht übertreiben wir jetzt ein bisschen, aber wenn die Grenzen wieder geschlossen sind und kein Heizöl mehr geliefert werden kann. Dann braucht es einen Heizstrahler. Frieren will ja keiner. Deshalb die Augen offen halten und die Angebote für Heizstrahler abchecken. Vielleicht ist ja ein Schnäppchen dabei.

Jonas Mielsch, 15.09.2020