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Wandern mit Abstand und Leichtathletik ohne Laufwettbewerbe

Schwinger mit Schutzmasken, Sprünge auf dem Eisfeld üben oder gar Fussball ohne Zweikämpfe? Wir haben die Top 10 Sportarten während Corona zusammengestellt, die gemacht werden können oder nicht umsetzbar sind. 

1. Golf:

Es gibt kaum einen besseren Sport, bei dem «social distancing» ohne Probleme einzuhalten ist. Golf kann ohne Schutzmaske gespielt werden. Die 14 verschiedenen Schläger liegen in der eigenen Tasche. Zusätzlich kann man die Strecke laufen und muss nicht in einem Golfcaddy herumfahren.

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2. Eiskunstlauf:

Der internationale Eiskunstlaufverband ISU schreibt vor, dass eine Eisfläche rechteckig sowie 56–60 Meter lang und 26–30 Meter breit sein muss. Pirouetten drehen und Sprünge üben sowie auf den engen Kuven sich bewegen ist möglich – auch ohne Maske. Doch Schwindelerregende Hebefiguren werden beim Paarlauf nicht mehr möglich sein.

3. Kanu:

Bei diesem Sport gibt es nur das Wasser und den inneren Schweinehund, den man besiegen muss. Sport-Kanus, die bei Olympia gebraucht werden, kosten mehrere tausend Franken. Doch wem dies zu teuer ist, kann ein Einer-Kajak für einen Tag mieten und auf dem See gemütlich vor sich hin paddeln.

4. Wandern:

Diese Beschäftigung ist sowohl alleine, als auch zu fünft möglich. Solange man sich an die Abstandsregeln hält: Beim Bähnlifahren hat jeder eine Gondel für sich. Bei den Pausen sitzt man mehr als zwei Meter vom Gegenüber und beim Laufen ist der Abstand leicht einzuhalten.

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5. Tennis:

Beim Tennisaufschlag ist man auf jeden Fall vor einer Ansteckung sicher, der Abstand beträgt nämlich 23.77 Meter. Auch in den Ballwechseln sind beispielsweise die Stars Federer und Djokovic mehr als zwei Meter entfernt.


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Die dont’s

1. Schwingen:

Diverse Schwingfeste wurden dieses Jahr verschoben oder gar abgesagt. Die beiden Schwinger sind im 14 Meter breiten Sägemehlring Schulter an Schulter und können so den Gegner mit dem Virus anstecken. Denn Schwinger mit Maske und Handschuhe kann sich (noch) niemand vorstellen.

2. Boxen:

Das Equipment ist einfach zu besorgen. Boxhandschuhe anziehen und ab in den Ring. Doch «social distancing» ist nicht vorhanden. Man(n) ist Kopf an Kopf mit dem Gegner.  Knock-Outs gibt es keine mehr, weil man auf mindestens zwei Meter Distanz nicht schlagen kann. Die Boxhandschuhe müssen nach jeder Runde desinfiziert werden. Und die Coaches können nur mühsam Anweisungen geben, sie müssen «social distancing» einhalten.

3. Fussball:

Die schönste Nebensache der Welt, bei der man auf Körperkontakt nicht verzichten kann. Die Raffeisen Super Legaue hat sich noch nicht darauf geeinigt, wann der Ball wieder rollt. Doch in Deutschland ist der erste Spieltag nach Corona-Unterbruch sicher: Der erste Bundesliga-Spieltag findet vom 16. Mai bis 18. Mai statt. Aufgrund der Abstandsregel können keine Zweikämpfe mehr stattfinden und wo keine Zweikämpfe stattfinden, gibt es keine Fouls. Schwalben sind mit freiem Auge sichtbar und brauchen keine Entscheidung des Videoschiedsrichters. Der Ball wird bei jedem Einwurf desinfiziert wird und wir können uns auf torreiche Spiele freuen.

4. Curling:

Bei dieser Teamsportart kann der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden. Obwohl das Feld standardgemäss über 45 Meter misst, halten die beiden Wischer den Abstand nicht ein, denn sie putzen gemeinsam das Eis von der Fläche, damit der Curlingstein sich weiterbewegt.

5. Leichtathletik:

In diesem Sport ist beispielsweise Hoch-, Weit- oder Stabhochsprung möglich. Alle Laufdisziplinen können nicht stattfinden. Die Distanz von mindestens zwei Meter ist dabei nicht möglich. Gerade bei 1’500 oder 5000 Meter sind die Läufer sehr nah aufeinander.

Maurin Stübi, 15.05.2020