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Bildquelle: Tagblatt

Schweizer Plattform für Kurzfilme

Mit Klipist.com startet am 10. November ein neuer Streaming-Dienst direkt aus der Schweiz. Die Plattform spezialisiert sich auf Kurzfilme, die sonst dem breiten Publikum nicht zu Verfügung stehen. Die Idee für Klipist stammt vom Goldacher Philip Andrew.

Der schweizerisch-englische Doppelbürger hat die Kurzfilm-Online-Plattform selbständig programmiert. Und die Idee für Klipist, das «Netflix der Kurzfilme», stammt ebenfalls von Philip Andrew selbst. Denn es gebe so viele geniale Kurzfilme, die nach dem Erscheinen an irgendwelchen Filmfestivals einfach verschwinden, meint der Goldacher. Da er dieses Phänomen schade findet wollte er etwas dagegen unternehmen.

Chance für Filmemacher

So entstand die Idee mit Klipist. Auf der Plattform werden ausschliesslich Kurzfilme, Kurzserien und Kurzdokumentarfilme veröffentlicht, die von jungen Regisseuren und Filmemachern produziert werden. «Die meisten dieser Produzenten haben zwar Erfahrung mit der Produktion von Filmen, aber meistens fehlt das Budget für Filme in Spielfilmlänge», erzählt Philip Andrew. «Genau für solche Filmemacher ist Klipist die ideale Plattform um auf sich aufmerksam zu machen».

Mit einem Handyvideo zum Durchbruch?

Einreichen können kreative Köpfe ihre Filme auf der Website. Ob sie es mit ihren Filmen auch auf die Plattform schaffen, wird von Andrew persönlich überprüft. Denn nicht jeder Kurzfilm habe die Qualität, um auf der Plattform seinen Platz zu finden. «Die Hauptkriterien für eine Aufnahme werden in drei Teile aufgeteilt», so Philip Andrew. So muss die Qualität auf Hollywood-Niveau sein, die Geschichte und Idee soll den Zuschauer berühren und die Inspiration darf nicht fehlen.

Durchstarten trotz Corona

Diese Inspiration spürt der Goldacher vor allem in Filmen, die während des Lockdowns produziert wurden ganz neu. «Ein Film wurde bei uns eingereicht, der von zwei Filmemachern produziert wurde», schwärmt der Schweizer. «Der eine wohnt in Mexico und der andere in London. Sie haben zusammen einen Film produziert, bei dem nicht erkennbar ist, dass er nicht auf den selben Kontinenten gedreht wurde». Die Filme können auch in verschiedenen Sprachen erhältlich sein, es muss aber jeweils ein englischer Untertitel vorhanden sein.

Der Countdown läuft

Wenn ein Film die Kriterien erfüllt steht nichts mehr im Weg. Zum Start am 10. November stehen den Websitebesuchern 20 Kurzfilme, 10 Kurzdokumentarfilme und 10 Web-Serien zu Verfügung. Das Angebot wird laufend erweitert. Das Einreichen von Film-Projekten und das Schauen der Filme ist für alle Beteiligten kostenlos. Auch auf Werbung wird auf dem Streaming-Dienst verzichtet.

Sandro Widrig, 14.10.2020