Quelle: Tagblatt, Markus Heine

One Planet Summit – Wie weiter mit dem Klimawandel?

Der Klimawandel macht nicht halt vor dem Coronavirus. Während das gesamte letzte Jahr nur über die Pandemie und ihre Folgen gesprochen wurde, geriet der Umgang mit unserem Planeten und die damit verbundenen Folgen in den Hintergrund. Genau das wollten heute Vertreter aus der Politik, der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Umweltorganisationen ändern. Das erste mal fand die Klimakonferenz  «One Planet Summit», wegen der Corona-Pandemie, hauptsächlich per Video statt.

«Wir haben nur einen Planeten», mahnte heute António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen. Es sei unsere höchste Priorität, diesem Planeten Sorge zu tragen. An der heutigen Klimakonferenz «One Planet Summit» wollte der Französische Präsident, Emanuel Macron, mit zahlreichen Staats- und Regierungschefs den Klimaschutz vorantreiben. Neben der Deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem Britischen Premierminister Boris Johnson, nahmen auch Vertreter von Wissenschaft, Wirtschaft und den Umweltschutzorganisationen teil.

Schutz der Artenvielfalt ernst nehmen

Die Schwerpunkte der Klimakonferenz waren vor allem das Thema Biodiversität und der Schutz von Ökosystemen. So ermahnte auch Emanuel Macron die Teilnehmer mit seiner Ansprache: «Wenn wir nicht schnell etwas unternehmen, werden eine Million Arten aussterben.» Alleine in den letzten fünfzig Jahren ist die Artenvielfalt um fast 70% zurückgegangen. Macron hat für diese Konferenz zu Zeiten von Corona, absichtlich diese Themen ausgesucht. Denn die Umweltzerstörung, der Klimawandel und der Rückgang der Biodiversität können dazu beitragen, dass Krankheitsausbrüche mit darauffolgenden Pandemien wahrscheinlicher werden.

Das Wüsten-Projekt in der Sahara

Auf der Agenda stand auch die Diskussion um die Finanzierung der sogenannten «Grossen Grünen Mauer». Bei dem Projekt handelt es sich um eine kilometerlange Mauer aus Bäumen, die die Ausbreitung der Sahara-Wüste stoppen soll. Die Wüste droht nämlich die afrikanische Savanne auszutrocknen, was wiederum verheerende Folgen wie Dürren und Hungersnöte für die Menschen hätte. Aber das Projekt ist nicht nur fürs Klima gut, sondern schafft auch Arbeitsplätze für die Bevölkerung der betroffenen Länder. Somit ist die «Grosse Grüne Mauer» nicht nur ein Umwelt sondern auch ein Sozialprojekt. So sollen nun zehn Milliarden Euro zusammenkommen und vollumfänglich in das Projekt investiert werden.

Quelle: Wikipedia.xy

Florian Osterwalder, 11.01.2021