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Bild: Kristina Scherrer

Harter Sound für Zuhause

In Wacken bleibt es 2020 ruhiger als sonst. Doch die Veranstalter des grössten Metal-Festivals Europas lassen ihr Openair online stattfinden. Heute Mittwoch, 29. Juli, 17 Uhr, krachts auf www.wacken-world-wide.com. Damit das online Festival nicht zum Sofa-Event mutiert, haben wir Tipps für euch zusammen gestellt.

Die richtige Openair-Ernährung 

Anstatt im Supermarkt oder an den Food-Ständen auf dem Festivalgelände, kann man sich mit Bier und Fleisch im Dorflädeli eindecken. Vielleicht auch die eine oder andere Kartoffel sollte in die Einkaufstüte, für die Vegis unter den Metalheads. Jedoch nicht gerade die komplette Bierpalette mitnehmen, man will es sich ja mit den Leuten im Dorf nicht verspielen.

Gifs: Giphy.com 

Das Camping ausquartieren  

Im eigenen Schlafzimmer im kuschligen Bett pennen, ist für das richtige WOA-Feeling ein No-Go. Da müssen ein Zelt, Schlafsack und ein Mätteli her. Doch mit Zelten im Garten oder auf der Quartierswiese ist es nicht getan. Der Campingplatz vom WOA ist so gross, dass Festivalgänger bis zu eineinhalb Stunden zur Bühne laufen müssen. Also wie gewohnt darf man seinen Festival-Rucksack und –Wägeli packen, ins Nachbardorf (falls das weit genug weg ist) fahren und dort sein Zelt aufschlagen. 

Bild: Lorenz Brunner

Von Konzert zu Konzert  

Ist der Zeltplatz ausfindig gemacht und genügend Bier und Essen eingekauft, steht dem virtuellen Openair nichts im Wege. Doch was ist mit den Laufkilometern, die ein Festivalgänger von Bühne zu Bühne zurücklegt? Mit den paar Metern vom Sofa zum stillen Örtchen kommt kaum Festivalfeeling auf. Also warum nicht nach dem einen Konzert bei den Nachbarn klingeln und sich vor deren Mattscheibe platzieren.

Für genügend Dreck sorgen  

Was wäre ein Festival ohne eine ordentliche Schlammpackung. Einfach den Wassersprinkler laufen lassen und sich täglich in der nassesten und schmutzigsten Stelle wälzen. So kommt nach diesen Tagen auch die Waschmaschine auf ihre Kosten.

Putzen nicht erlaubt  

Damit an allen vier Tagen die Festival@home-Gänger auf dem Boden der Tatsachen bleiben, muss die Klobürste in ihrem Ständer bleiben egal wie dick die Bremsspuren sind. Dazu gehört auch der leere Toilettenpapier-Ständer.

Es muss was brennen  

Am Greenfield gibt es die Burninghand und am Wacken entsteigen Flammen aus einem stählernen Ochsenschädel über der Hauptbühne. Es ist aber davon abzuraten das Gemüsebeet von Mutti in Flammen zu setzen. Dann lieber im Miniformat mit einer Kerze und einem Kuhschädel vom Metzger um die Ecke.

Bild: Mario Scherrer

Mit den Metalheads auf Tuchfühlung  

Die Hemmungslosen unter den eingefleischten Openair-Gängern können auch bei der Körperhygiene echtes Wacken-Feeling aufleben lassen und gemeinsam duschen gehen…

Andrea Vieira, 29.07.2020