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Es hat sich ausgebadet

Heisser Herbst: Das schöne Wetter lockt momentan ans oder ins Wasser. Die Badi-Saison der Stadt St. Gallen ist aber schon beendet. Trotz rund 10% weniger Besuchern als in den Vorjahren, zieht der Verwantwortliche für die Stadtbäder, Roland Hofer, eine positive Bilanz.

«Sie sind bebadbar», eröffnete Mr. Corona, Daniel Koch, die Bäder am 6. Juni. Nun ist die Badi-Saison in St. Gallen aber schon wieder vorbei. Eigentlich wäre sie sogar noch früher zu Ende gegangen. Geplant war die Schliessung aller Freibäder per 6. September, ausser dem Gemeinschaftsbad Dreilinden. Dieses blieb eine Woche länger offen. Die anderen Stadtbäder zogen mit und verlängerten ihre Saison um drei Tage. Das Freibad Rotmonten und das Familienbad Dreilinden schlossen deshalb erst vergangenen Mittwoch ihre Türen.

Bildquelle: Tagblatt, Ralph Ribi

Verlängerter Sommer

Petrus zeigt sich in den nächsten Tagen grosszügig und beschenkt uns mit sonnig-warmem Wetter. Abkühlen kann sich die St. Galler Bevölkerung aber nicht mehr in den Freibädern der Stadt. Für den Leiter der Bad- und Eisanlagen der Stadt St. Gallen, Roland Hofer, wäre eine weitere Verlängerung nicht in Frage gekommen. «Es ist nicht so, dass bei einer Verlängerung wahnsinnig viel mehr Leute kommen. Es sind meist nur die Stammgäste, die Sport treiben möchten. Das Sonnen und Baden ist vorbei.» Ebenfalls können die Stadtbäder aus organisatorischen Gründen nicht noch länger geöffnet bleiben: «An verschiedenen Orten haben wir Baumassnahmen eingeleitet, die sofort nach Saisonschluss gestartet wurden.»

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Bikini, Badetuch und Besuchermaximum

Statt wie geplant am 9. Mai zu eröffnen, mussten die Stadtbäder wegen Corona noch einen Monat warten. Der Start sei herausfordernd gewesen, sagt Roland Hofer. Für die Schutzkonzepte brauchte es zusätzliche Installationen, vor allem viele Signalisationen für die Einhaltung der Abstandsregeln. Jedoch sei erfreulich, dass sie keinen einzigen Badegast wegweisen mussten. «Die Obergrenze an Besuchern wurde nie erreicht. Es kam aber zu Wartezeiten aufgrund der zusätzlichen Massnahmen im Eingangsbereich. Dies konnten wir nicht ändern, da wir die Abstands- und Hygieneregeln einhalten mussten.» Es habe auch einige Beschwerden gegeben, da es für die Badegäste umständlicher gewesen sei als in anderen Jahren.

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Weniger Badegäste

Die verspätete Öffnung und auch die anfänglichen Besucherbeschränkungen haben dazu geführt, dass die Besucherzahlen tiefer waren als in den Vorjahren. Rund 10% weniger Leute kamen diesen Sommer in die St. Galler Stadtbäder. Auch als die Freibäder öffneten, kamen erst nur wenig Besucher. «Als wir aufgrund von den Corona-Lockerungen öffnen durften, war das Wetter einige Wochen wirklich schlecht. Deshalb waren die Frequenzen im Juni sehr tief.» Dafür seien aber Juli und August sehr gute Monate gewesen mit überdurchschnittlich vielen Besuchern.

 

Lob an die Bevölkerung

«Als Verantwortlicher der städtischen Bäder ist es mir ein Anliegen, danke zu sagen.» Roland Hofer lobt die Badegäste für ihr eigenverantwortliches Handeln, das sei nicht selbstverständlich. Sie hätten nur ganz wenige Personen ermahnen müssen, es handle sich wirklich um Einzelfälle. «Das hat den Betrieb um einiges erleichtert. Unsere Erwartungen wurden mehr als erfüllt.»

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