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Bildquelle: Aladin Klieber, Tagblatt

Druck der Gesichter

Plakate überfluten die Strassenränder und Passanten werden von den abgebildeten Gesichtern nur so angestarrt. Obwohl man das Gesicht vor lauter Plakaten nicht mehr sieht, ist die Auftragslage für die Printhäuser überschaubar.

Für Rino Frei von der Ostschweizer Druck AG bedeutet die Wahlkampfzeit keine zusätzliche Arbeit: «Wir arbeiten sowieso in einem 3-Schicht-Betrieb. Daher sind wir gut gerüstet, für uns gibt es keine grösseren Veränderungen.» Da einige Politiker die Erstellung der Plakate ins billigere Ausland verlagern, bedeuten die Wahlkampfaufträge sehr wenig Ertrag gemessen am Jahresumsatz. Ein anderer Macher von Plakaten ist das Printwerk in der Stadt St. Gallen. Der Geschäftsführer Benjamin Werneli: «Wir erstellen, wenn es gut läuft, 100-200 Plakate pro Wahljahr. Das ist wenig.» Sollte der Auftrag ihre eigene Kapazität übersteigen, würden sie mit externen Partnern zusammen arbeiten.

Politiker melden sich früh

Die Kandidaten melden sich recht früh. Gewisse Personen melden sich ein halbes Jahr vorher, gewisse aber auch zwei Wochen vor dem Wahldatum. Wenn das eine eher zu früh ist, ist das andere eher zu spät. Frei erklärt, der ideale Zeitpunkt für den Start der Plakate sei 6 bis 8 Wochen vor den Wahlen. Nach den Wahlen wird aus einem Schildermeer ein Nimmermehr.

Maurin Stübi, 04.10.2019