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Bildquelle: Aladin Klieber, Tagblatt

Druck der Gesichter

Die Schweiz wählt ihr Parlament aus National- und Ständerat neu. Der Wahlkampf kommt nun in die heisse Phase. Für Druckereien ist eben dieser Wahlherbst nur ein kleines Zubrot.

Im Wahlherbst 2019 überfluten Plakate die Strassenränder und Passanten werden von den abgebildeten Gesichtern nur so angestarrt. Obwohl man das Gesicht vor lauter Plakaten nicht mehr sieht, ist es nicht ein riesiges Geschäft für die Printhäuser.

Nicht alle Plakate im Inland gedruckt

Für Rino Frei von der Ostschweizer Druck AG ist der Wahlkampf keine zusätzliche Arbeit: «Wir arbeiten in einem 3-Schicht-Betrieb. Daher sind wir gut gerüstet und für uns stellt es keine grössere Veränderung dar.» Da einige Politiker die Erstellung der Plakate ins billigere Ausland verlagern, bedeuten die Wahlkampfaufträge sehr wenig Ertrag, gemessen am Jahresumsatz. Auch ein anderer Macher von Plakaten ist das Printwerk in der Stadt St. Gallen. Sie arbeiten eng mit anderen Anbietern zusammen, sofern der Auftrag ihre eigene Kapazität übersteigt. In-House können sie Plakate bis zu 160 m² erstellen.

Politiker melden sich früh

Die Kandidaten melden sich recht früh. Gewisse Personen melden sich ein halbes Jahr vorher, gewisse aber auch zwei Wochen vor dem Wahldatum. Wenn das eine eher zu früh ist, ist das andere eher zu spät. Frei erklärt, der ideale Zeitpunkt für den Start der Plakate sei 6 bis 8 Wochen vor den Wahlen. Nach den Wahlen wird aus einem Schildermeer ein Nimmermehr.

Maurin Stübi, 04.10.2019