Bärlauch
Es ist wieder Bärlauch Saison. Bildquelle: Armena Küchler, toxic.fm

Bärlauch für Dummies – in drei Schritten zum Profi

Bärlauch feiert gerade Hochsaison. Von Ende März bis Ende Mai macht sich dies auch auf Spaziergängen bemerkbar. Den intensiven Knoblauchgeruch des Bärlauchs hat man schon in der Nase, lange bevor man die knallgrünen Bärlauchfelder zu Gesicht bekommt. Damit ihr das selbstgepflückte Gemüse aber auch richtig verarbeitet, haben wir euch einen «Bärlauch-Guide» mit den wichtigsten Tricks zum Schneiden, Kochen und Lagern zusammengestellt.

Bärlauch pflücken kann jeder. Wortwörtlich. Das Wildgemüse wächst gerne an schattigen, feuchten Orten im Wald oder in Ufernähe und steht allen frei zur Verfügung. Zu erkennen ist der Bärlauch an der Blätterform und am knoblauchartigen Geruch.

Bitte mit Gefühl

Behandelt euren selbst gepflückten Bärlauch auch bei der Verarbeitung ganz liebevoll. Der gelernte Koch Dennis Kunz erklärt warum: «Wichtig beim Zerkleinern des Bärlauchs ist, dass man ihn nur in grobe Stücke schneidet. Beim Mixen oder Hacken wird er in rohem Zustand sehr schnell bitter.» Statt roher Gewalt bevorzugt Bärlauch die feine Klinge.

Ein heisses Bad für den Geschmack

Gegen den bitteren Geschmack hilft auch die Blanchier-Methode. Bei einem kurzen Bad in kochendem Wasser wird der Bärlauch von schädlichen Nitraten befreit. Das Gemüse bleibt so in der Gefriertruhe länger haltbar, wird nicht matschig und behält die schöne grüne Farbe. Nach dem Kochen kann es in jede Form verarbeitet oder geschnitten werden.

Grüne Eiswürfel

Eiswürfel-Behälter eignen sich perfekt, um den Bärlauch portionenweise einzufrieren. So kommt man das ganze Jahr in den Genuss des Bärlauchs. Die einzelnen Portionen einfach mit Wasser oder beliebig Öl übergiessen und danach einfrieren. Kochprofi Kunz hat in Sachen Haltbarkeit aber noch einen weiteren Geheimtipp: «Den Bärlauch langsam im Ofen trocknen und ein Bärlauchsalz daraus machen.»

Auf die Plätze, fertig – LOS! 

Jetzt steht euren Bärlauchexperimenten nichts mehr im Weg. Auf geht’s zur Bärlauchjagd. Obs schlussendlich Spätzli, Gnocchi, Pesto oder Brot daraus gibt – wichtig ist, dass ihr den frisch gepflückten Bärlauch zuerst gut wäscht. Denn Hund, Fuchs und Co. schauen nicht, wo sie ihr Geschäft verrichten.

Armena Küchler, 01. April 2021